4 Die Suche
"Wie gut, dass wir uns hier auskennen...hast Du 'ne Ahnung, wo wir hier überhaupt sind?" fragte er sie. Mit der einen Hand am Steuer und einem Lappen in der anderen Hand versuchte er die Frontscheibe von innen freizuwischen, doch sie beschlug sofort wieder. Der Motor war noch nicht warm genug, und stotterte vor sich hin. Die Lüftung brauste laut und blies kalte Luft in den Innenraum des alten Wagens. Eine Standheizung gab es nicht. Sie fummelte am Radio und fand einen Sender mit elektronischer Dub-Musik. Er lächelte wieder, sobald er die ersten Klänge vernahm.
Sie fuhren langsam vom sandigen Parkplatz hinauf auf die kleine Strandpromenade mit dem Kopfsteinpflaster. Das Armaturenbrett und der Inhalt des Innenfachs klapperten im Takt mit ihren Zähnen. Sie rauchte sich heisse Gedanken, was nicht richtig funktionierte, dachte an einen heissen Tee und eine leckere Pizza.
Die Gaslaternen leuchteten schwach in den vorbeifahrenden Wagen, und warfen Licht und Schatten auf sein Gesicht. Ihr Blick blieb an seinen Lippen hängen. In ihrer Magengend zuckte es. Ein wohliges Gefühl.
"Ein Stadtplan wäre nicht schlecht!", bemerkte er, "meist hängt doch eine Touristen-Info irgendwo an solch einem Strand oder im Ort. Was meinst Du?"
"Lass uns doch einen Einheimischen fragen!" antwortete sie. Doch es war nirgens ein Mensch zu sehen. Seltsam, dachte sie, ist doch noch gar nicht so spät! Wieso sind denn hier keine Leute unterwegs? Na gut, war ja Winter, aber um diese Uhrzeit...Moment mal, wie spät war es denn eigentlich...? "Hast Du eine Uhr?" fragte sie ihn. "Nö, ich trage nie 'ne Uhr." entgegnete er.
"Findest Du es nicht seltsam, dass keine Menschen unterwegs sind?", fragte sie ihn. Er stutzte und blickte angestrengend aus dem Wagen. Ja, das stimmte, dachte er, er war so sehr mit Scheibenwischen und Lenken beschäftigt, dass er das gar nicht bemerkt hatte. Es fuhr noch nicht einmal ein anderes Auto und in den Häusern am Ufer brannten auch keine Lichter.
"Halt!" schrie sie in diesem Augenblick, er latschte auf die Bremse, "Da vorne!" Sie zeigte auf ein großes Schild, wohl ein Stadtplan, wie er so üblich war in diesen Käffern am Meer. Mit einem großen "i" irgendwo, damit man wusste wo sein Standpunkt war. Haha...>>>sein Standpunkt. Er lachte innerlich über dieses dumme Wortspiel.
Schon war sie mit ihren Schnürstiefeln aus dem Auto gesprungen, und er konnte sich einen Blick auf ihre nackten Beinen und den halb entblößten Po nicht verkneifen. Das konnte ja noch lustig werden. Wo sollte er auch sonst hinschauen? Ihr Po war auch das Einzige, was hell leuchtete. Sie stand dort vor dem Schild und trat von einem Bein auf das andere, nach einer Weile kam sie zurück. "Alles klar! Ich weiß Bescheid! Ist ein ganzes Stück ausserhalb.. aber leicht zu finden. Dann mal los!". Sie wickelte sich wieder in das Tuch, kramte ein paar trockene Kekse aus ihrer Tasche und reichte ihm einen rüber. "Ok.. besser als nichts. Anscheinend ist hier 'eh nichts mehr geöffnet. Mann.. da bin ich aber mal gespannt! Da vorne erst mal rechts!" sagte sie. "Erlebt man mit Dir immer so .. hmm... abenteuerliche Sachen?" Sie nahm sich noch eine Kippe und schaute ihn gewollt lasziv an.. machte irgendwie einen auf Vamp (wenn das in dem Outfit überhaupt möglich war) und sagte: "Klar, Baby. Mich kann man auch buchen. Aber so'ne Story ist nicht billig." Dann lachte sie lauthals. Konnte er sie überhaupt richtig einschätzen? Eine eigentlich Wildfremde. Wer weiß... vielleicht war sie ja wirklich zu "mieten"? Nach einem kurzen Blick in ihre Richtung verwarf er diesen Gedanken aber wieder. Dafür sah sie nicht abgefuckt genug aus und in einer Bar, wie die gestern, hätte sie sich dann wohl auch nicht rumgetrieben. Er lenkte den Wagen nach rechts und los ging's.
Auch sie betrachtete ihn von der Seite, während er konzentriert auf die Strasse schaute. Schon komisch.. dachte sie.
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Sie fuhren langsam vom sandigen Parkplatz hinauf auf die kleine Strandpromenade mit dem Kopfsteinpflaster. Das Armaturenbrett und der Inhalt des Innenfachs klapperten im Takt mit ihren Zähnen. Sie rauchte sich heisse Gedanken, was nicht richtig funktionierte, dachte an einen heissen Tee und eine leckere Pizza.
Die Gaslaternen leuchteten schwach in den vorbeifahrenden Wagen, und warfen Licht und Schatten auf sein Gesicht. Ihr Blick blieb an seinen Lippen hängen. In ihrer Magengend zuckte es. Ein wohliges Gefühl.
"Ein Stadtplan wäre nicht schlecht!", bemerkte er, "meist hängt doch eine Touristen-Info irgendwo an solch einem Strand oder im Ort. Was meinst Du?"
"Lass uns doch einen Einheimischen fragen!" antwortete sie. Doch es war nirgens ein Mensch zu sehen. Seltsam, dachte sie, ist doch noch gar nicht so spät! Wieso sind denn hier keine Leute unterwegs? Na gut, war ja Winter, aber um diese Uhrzeit...Moment mal, wie spät war es denn eigentlich...? "Hast Du eine Uhr?" fragte sie ihn. "Nö, ich trage nie 'ne Uhr." entgegnete er.
"Findest Du es nicht seltsam, dass keine Menschen unterwegs sind?", fragte sie ihn. Er stutzte und blickte angestrengend aus dem Wagen. Ja, das stimmte, dachte er, er war so sehr mit Scheibenwischen und Lenken beschäftigt, dass er das gar nicht bemerkt hatte. Es fuhr noch nicht einmal ein anderes Auto und in den Häusern am Ufer brannten auch keine Lichter.
"Halt!" schrie sie in diesem Augenblick, er latschte auf die Bremse, "Da vorne!" Sie zeigte auf ein großes Schild, wohl ein Stadtplan, wie er so üblich war in diesen Käffern am Meer. Mit einem großen "i" irgendwo, damit man wusste wo sein Standpunkt war. Haha...>>>sein Standpunkt. Er lachte innerlich über dieses dumme Wortspiel.
Schon war sie mit ihren Schnürstiefeln aus dem Auto gesprungen, und er konnte sich einen Blick auf ihre nackten Beinen und den halb entblößten Po nicht verkneifen. Das konnte ja noch lustig werden. Wo sollte er auch sonst hinschauen? Ihr Po war auch das Einzige, was hell leuchtete. Sie stand dort vor dem Schild und trat von einem Bein auf das andere, nach einer Weile kam sie zurück. "Alles klar! Ich weiß Bescheid! Ist ein ganzes Stück ausserhalb.. aber leicht zu finden. Dann mal los!". Sie wickelte sich wieder in das Tuch, kramte ein paar trockene Kekse aus ihrer Tasche und reichte ihm einen rüber. "Ok.. besser als nichts. Anscheinend ist hier 'eh nichts mehr geöffnet. Mann.. da bin ich aber mal gespannt! Da vorne erst mal rechts!" sagte sie. "Erlebt man mit Dir immer so .. hmm... abenteuerliche Sachen?" Sie nahm sich noch eine Kippe und schaute ihn gewollt lasziv an.. machte irgendwie einen auf Vamp (wenn das in dem Outfit überhaupt möglich war) und sagte: "Klar, Baby. Mich kann man auch buchen. Aber so'ne Story ist nicht billig." Dann lachte sie lauthals. Konnte er sie überhaupt richtig einschätzen? Eine eigentlich Wildfremde. Wer weiß... vielleicht war sie ja wirklich zu "mieten"? Nach einem kurzen Blick in ihre Richtung verwarf er diesen Gedanken aber wieder. Dafür sah sie nicht abgefuckt genug aus und in einer Bar, wie die gestern, hätte sie sich dann wohl auch nicht rumgetrieben. Er lenkte den Wagen nach rechts und los ging's.
Auch sie betrachtete ihn von der Seite, während er konzentriert auf die Strasse schaute. Schon komisch.. dachte sie.
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storytellers - 19. Jan, 12:07