14 Eine Unterkunft
[…]
[spätabends]
Sie traten auf die kleine, hölzerne Veranda der Hütte. Die Dielen knarrten unter ihren Füßen. Tom nahm den alten Schlüssel und drehte ihn im Schloss. Die Tür klemmte etwas, aber nach einem leichten Ruck sprang sie auf.
Neben dem Eingang gab es einen Lichtschalter. Pat betätigte ihn.. aber nichts passierte. "Na toll" sagte sie "Haben wir ein Abo auf Bruchbuden?" Er lachte, denn sie hatte ja recht. Die zweite Nacht mit ihr und schon wieder eine Unterkunft der F-Kategorie. Sie ließ ihr Feuerzeug aufflammen und entdeckte eine Kerze auf dem Tischchen neben dem Bett, die sie schnell anzündete. Der Raum erhellte sich. Nun konnte man sich einen Überblick über die Einrichtung verschaffen. Es war nur ein großes Zimmer. Mittig an der Wand stand ein großes Bett, bestückt mit mehreren Laken und Wolldecken, rechts und links jeweils ein Nachttisch. Akurat lagen zwei vergilbte Häkeldeckchen darauf. Über dem Bett hing ein alter Ölschinken der eine wilde Dünenlandschaft zeigte. In der linken vorderen Ecke stand einen Tisch mit zwei Stühlen, auf die man sich besser nicht setzten sollte, und in der rechten eine alter Ofen. Links neben dem Bett gab es noch einen großen Bauernschrank und rechts befand sich eine Tür, hinter der sich wohl die Toilette befinden musste. Die beiden trüben Fenster waren mit altmodischen, ebenfalls gehäkelten Vorhängen bestückt. Da musste eine alte Frau ziemlich viel Langeweile gehabt haben. Alles in allem wirkte es durch das flackernde Kerzenlicht doch einigermaßen gemütlich.
"Naja.. sooo schlimm ist es ja gar nicht.. zumindest einigermaßen sauber und aufgeräumt. Sogar die Bettwäsche ist relativ frisch..komisch, als wenn jemand gewusst hätte, daß wir kommen", sagte sie und streckte sich erstmal auf dem Bett aus, während Tom den alten Gusseisernen Ofen in Augenschein nahm.
An einer Wand des Zimmers lagen aufeinander geschichtet ein paar Holzscheite und etwas Zündelholz. Auch ein paar alte Zeitungen fanden sich dort. Er blickte auf’s Datum der obersten Ausgabe: 23. September 1998. „War wohl schon länger niemand mehr hier!“ Er zerknüllte das Papier und legte es unten in den Ofen, schichtete Holz darüber. Nach und nach legte er die Scheite nach. Es knisterte und knackte im Ofen.
„Was Du alles für’n Kram im Auto hast, scheinst ja dein halbes Wohnungsinventar mit dir rumzuschleppen!“, freute er sich, „dieses Campingset ist genau das Richtige." "Das liegt schon seit dem letzten Urlaub im Kofferraum". Sie erhob sich, nahm den Alu-Topf und füllte ihn mit Mineralwasser. Dann stellte sie ihn auf den Ofen und kramte nach Teebeuteln in ihrer Tasche. „Taraaa…!“, triumphierend hielt sie eine Packung Yogi-Tee hoch. Er sah auf: „Sorry, Baby…ich trink nur grünen Tee..!“, flachste er.
Allmählich erwärmte sich der Raum, erreichte aber nie die Wärme, die von dieser Frau ausging. ’Die friert sich den Arsch ab und lacht dabei!’ dachte er, während er ihre Bemühungen Tee zu kochen beobachtete. Dann rückte er die beiden Stühle in die nähe des Ofens. "So.. jetzt können wir auch endlich die klammen Sachen trocknen!" Beide zogen Ihre Jeans und Pullis aus und hängten sie über die Stuhllehnen. Sie standen sich nun in Unterwäsche gegenüber und plötzlich fing sie laut an zu lachen. "Tolle Hose hast du da an", sagte sie und musterte seinen Short. Auf dem einen Bein war ein Bild von Snoopy mit Sonnenbrille zu sehen und darunter stand in bunten Buchstaben "Cool!" "Hey! Keine Witze bitte" sagte Tom ernst. "Das ist ein Weihnachtsgeschenk von meiner Mutter!" "Klar. Und wie Mütter das immer tun, eine Nummer zu groß gekauft, weil sie durchweg glauben IHR Sohn hätte den Größten". Sie grinste hämisch. "Und deine Mutter hat wohl bis heute nicht bemerkt, daß dein Hintern auch nicht mehr so klein ist wie er mal war, was?"
Jetzt mussten sie so lachen, daß beide wild nach Luft schnappten.. denn sie hatte nur einen kleinen Tanga an, der ihren Hintern nur halbwegs bedeckte. Sie schaute ihn belustigt an und dachte 'Ganz schön Schlagfertig der Kleine!..und dabei sieht er auch noch so süß aus', ging auf ihn zu und strich ihm zärtlich über den kurzgeschorenen Kopf.
Dabei roch sie an ihm: „Ui..Du stinkst wie ein toter Otter! Hättest Du so in der Bar gerochen, hätte ich ’nen großen Bogen um Dich gemacht.“
„Nach Veilchen riechst auch Du nicht grad… hast du den Rattengeruch des Abbruchhauses angenommen? Ausserdem.. in der Bar war es so voll, Du hättest Dich zwangsläufig an mir vorbei drängeln müssen und wärst dann an meinem Blick hängengeblieben…“, feixten sie, „Ha,..Blauauge, waschen, los! Vielleicht leuchten sie dann wieder!...Meine Klamotten stehen auch vor Dreck.“ Sie sahen sich in dem kleinen Raum um. Dort gab es eine Toilette, ein kleines Waschbecken und zu beider Verwunderung war da auch noch eine uralte Badewanne, die auf vier krummen Füßen stand. Ein echtes Vorkriegsmodell.
Während Tom versuchte den Heißwasser-Boiler in Gang zu setzen, (sie hatte da weniger Hoffnung, dass das klappte) sah sie sich nach brauchbaren Dingen um. Der Eindruck, die Hütte sei schon einige Zeit unbewohnt und deswegen, aber auch wegen seiner Lage, nicht an die öffentliche Energieversorgung angeschlossen, war recht offensichtlich. Aber dann fiel ihr ein, dass es vielleicht einen Generator gab. Das sagte sie auch zu Tom >>>[Schlaufrau!, dachte er. Hätte ich auch selber drauf kommen können. ] und beide gingen, nur die dicken Jacken übergeworfen, hinaus in den Schuppen. Und tatsächlich stand dort ein recht verstaubtes Gerät. Nur Benzin war nicht mehr vorhanden. Pat fiel wieder der Benzinkanister im Auto ein…
„Äh, ich hab ja noch einen Reservekanister im Kofferraum, Tom..!“
„Ach?...Wieso hast Du das denn nicht schon gestern gesagt, da hätte ich mir nicht soviel Gedanken um eine Tankstelle gemacht.“ „Tja, Tom…, ich wollte , daß d a s h i e r passiert…!", entgegnete sie.
Er lachte auf, „Und…an Tabak hast Du dabei nicht zufällig gedacht, wie?“
Sie holte den Sprit aus dem Wagen und füllte, mit Hilfe eines Trichters, den Inhalt in den Generator. „Warte, nicht alles! Wir wissen ja nicht, ob das Dingen überhaupt noch funktioniert, und wer weiß, ob wir nicht noch etwas für den Weg zur nächsten Tanke brauchen…!“
Doch die Sorge war unbegründet, nach einigen Startversuchen knatterte spotzend der Generator los, als wenn er erst Tags zuvor benutzt worden wäre. Eine Wolke stieg auf und verbreitete Benzingeruch im Schuppen.
Sie ließen die Tür des Schuppens der Abgase wegen angelehnt, und gingen zurück. Dort startete Tom den Heißwasser-Boiler. Der brauchte fast eine Stunde bis er die 60l Wasser erhitzt hatte, die für die Badewanne kaum ausreichten. Pat fand in einer kleinen Abstellkammer einen großen Krug, und zwei andere kleinere Behältnisse, die sie ebenfalls mit Wasser füllte und auf den Ofen stellte. „Besser lauwarm als gar nicht baden! Wir gehen einfach zusammen in die Wanne, dann brauchen wir weniger Wasser und es ist wärmer!“, schlug sie vor. Dieser Gedanke hatte natürlich nicht nur einen praktischen Hintergrund... Tom grinste.
Die Raumtemperatur war mittlerweile erträglich und das erwärmte Wasser reichte tatsächlich um die Wanne 3/4 zu füllen. Noch ein bischen von Pat's Duschzeug hinein..(auch aus dem Kofferraum.. eine wahre Fundgrube) ..und schon sah es aus wie ein Luxus-Schaumbad.
Dann stiegen beide hinein.. wobei sie noch etwas schüchtern jeder in eine andere Richtung schauten. Sobald sie aber beide im Schaum versanken entspannten sie sich. Das warme Wasser liess beiden die Röte ins Gesicht steigen. Endlich hörte das frösteln auf. "Toll! Das war nötig!" Eine ganze Zeit lang lagen sie nur stumm und mit geschlossenen Augen in der Wanne, jeder hing seinen Gedanken nach und genoss die wohlige Wärme, wobei sie sich gezwungenermassen immer wieder berührten, was aber beide als sehr angenehm und normal empfanden. Eine leichte Müdigkeit machte sich breit und die Haut an Fingern und Füssen fing an sich in unschöne Dellen zu legen. "Bevor ich mich hier ganz auflöse mach ich uns mal lieber den Tee fertig" sagte sie und stieg aus der Wanne. "Du solltest da auch nicht mehr so lange rumliegen.. sonst setzt sich der ganze Dreck wieder an dir ab" und sie deutete auf das mittlerweile schon ziemlich dreckige Badewasser. Sie schlüpfte wieder in Ihre Unterwäsche und ging hinüber um nach dem Tee zu sehen. Der war mittlerweile kochend heiß und verströmte ein angenehmes Aroma im Raum.
Sie machten es sich auf dem Bett gemütlich..der Tee dampfte heiß aus den Plastikbechern. "So.. jetzt lass mal deinen Rücken anschauen" sagte Tom. Sie drehte sich auf den Bauch und er schob langsam ihr Hemd nach oben. Über dem Steißbein war ein riesiger blauer Fleck zu sehen, der an manchen Stellen ziemlich blutunterlaufen war. "Ui..da entwickelt sich aber was Großes!" bemerkte er. Sie musste wieder kichern. "Wie meinst du das jetzt?" fragte sie zweideutig. "Nicht so wie du glaubst!" entgegnete er und fuhr langsam mit der Hand über den Fleck. "Au! etwas sanfter bitte!"..
Er öffnete die Flasche mit dem Öl, die er hatte mitgehen lassen, verieb es zwischen seinen Händen und fing langsam an ihren Rücken zu massieren...
Irgendwie war es schon komisch. Die ganze Zeit lag so etwas in der Luft zwischen ihnen und nun war es das erste mal, daß sie sich körperlich so nahe kamen. Beiden ging ein Schauer über die Haut. Das war alles andere als unangenehm! "Das kannst du aber gut".. hauchte sie und räkelte sich etwas unter seinen Händen, die mit sanftem Druck über ihren Rücken glitten. Als er Ihre Schultern erreichte, beugte er sich hinunter zu ihr und knabberte leicht an ihrem Nacken. "Das wollte ich die ganze Zeit schon!" flüsterte er in ihr Ohr. Langsam wanderten seine Lippen zum Ohr, von dort den Hals hintunter, bis er wieder an ihrem Nacken knabberte. Ihre Gänsehaut war nun nicht mehr zu übersehen. Der Druck seiner Hände wurde etwas fester.. nun glitt er langsam den Rücken hinunter zu ihrem Steißbein... und ließ die Bewegung über ihren Hintern auslaufen. Dabei schob er das Laken immer weiter hinunter, bis sie ganz nackt vor ihm lag.
[...]
[...]
Sie zog das Laken über ihre Brüste. „Sag mal, wieso mussten wir eigentlich vor den Bullen abhauen? Bist Du ein Krimineller? Hast Du irgendwelche harten oder zu viele weiche Drogen dabei gehabt? Bist Du ’n Dealer? Oder sogar ein M ö r d e r?...Ne, warte, sag nix, ich weiß, du bist Bigamist! Ein Heiratsschwindler!!“
‚Die hat ja Ideen’,….dachte er, „Willst Du das ehrlich wissen?“
Sie drängelte, „Ja, und mach’s nicht so spannend.“
„Naja,...Bigamie...das mit den Kindern.…mehr als vier kann ich einfach nicht ernähren…und meine drei Frauen haben mir echt die Hölle heiß gemacht…..!“
„Verarsch mich nicht!“, grinste sie, „…sonst muss ich auch noch mit der Wahrheit rausrücken, ..daß ich ein hochbezahltes Callgirl bin und du nun leider dein nicht vorhandenes Vermögen verpoppt hast!“
„Also, ehrlich…? Na gut, …….ich..hatte rein g a r n i c h t s dabei! Mal abgesehen vom Filmdöschen! Deswegen machen die Bullen aber keinen Stress in Berlin….“
„Ja, aber…wieso mussten wir dann flüchten?“, sah sie ihn etwas verdattert an. Er nahm einen Schluck Tee und antwortete: „Ich… wollte auch mit Dir d a s h i e r erleben.“
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[spätabends]
Sie traten auf die kleine, hölzerne Veranda der Hütte. Die Dielen knarrten unter ihren Füßen. Tom nahm den alten Schlüssel und drehte ihn im Schloss. Die Tür klemmte etwas, aber nach einem leichten Ruck sprang sie auf.
Neben dem Eingang gab es einen Lichtschalter. Pat betätigte ihn.. aber nichts passierte. "Na toll" sagte sie "Haben wir ein Abo auf Bruchbuden?" Er lachte, denn sie hatte ja recht. Die zweite Nacht mit ihr und schon wieder eine Unterkunft der F-Kategorie. Sie ließ ihr Feuerzeug aufflammen und entdeckte eine Kerze auf dem Tischchen neben dem Bett, die sie schnell anzündete. Der Raum erhellte sich. Nun konnte man sich einen Überblick über die Einrichtung verschaffen. Es war nur ein großes Zimmer. Mittig an der Wand stand ein großes Bett, bestückt mit mehreren Laken und Wolldecken, rechts und links jeweils ein Nachttisch. Akurat lagen zwei vergilbte Häkeldeckchen darauf. Über dem Bett hing ein alter Ölschinken der eine wilde Dünenlandschaft zeigte. In der linken vorderen Ecke stand einen Tisch mit zwei Stühlen, auf die man sich besser nicht setzten sollte, und in der rechten eine alter Ofen. Links neben dem Bett gab es noch einen großen Bauernschrank und rechts befand sich eine Tür, hinter der sich wohl die Toilette befinden musste. Die beiden trüben Fenster waren mit altmodischen, ebenfalls gehäkelten Vorhängen bestückt. Da musste eine alte Frau ziemlich viel Langeweile gehabt haben. Alles in allem wirkte es durch das flackernde Kerzenlicht doch einigermaßen gemütlich.
"Naja.. sooo schlimm ist es ja gar nicht.. zumindest einigermaßen sauber und aufgeräumt. Sogar die Bettwäsche ist relativ frisch..komisch, als wenn jemand gewusst hätte, daß wir kommen", sagte sie und streckte sich erstmal auf dem Bett aus, während Tom den alten Gusseisernen Ofen in Augenschein nahm.
An einer Wand des Zimmers lagen aufeinander geschichtet ein paar Holzscheite und etwas Zündelholz. Auch ein paar alte Zeitungen fanden sich dort. Er blickte auf’s Datum der obersten Ausgabe: 23. September 1998. „War wohl schon länger niemand mehr hier!“ Er zerknüllte das Papier und legte es unten in den Ofen, schichtete Holz darüber. Nach und nach legte er die Scheite nach. Es knisterte und knackte im Ofen.
„Was Du alles für’n Kram im Auto hast, scheinst ja dein halbes Wohnungsinventar mit dir rumzuschleppen!“, freute er sich, „dieses Campingset ist genau das Richtige." "Das liegt schon seit dem letzten Urlaub im Kofferraum". Sie erhob sich, nahm den Alu-Topf und füllte ihn mit Mineralwasser. Dann stellte sie ihn auf den Ofen und kramte nach Teebeuteln in ihrer Tasche. „Taraaa…!“, triumphierend hielt sie eine Packung Yogi-Tee hoch. Er sah auf: „Sorry, Baby…ich trink nur grünen Tee..!“, flachste er.
Allmählich erwärmte sich der Raum, erreichte aber nie die Wärme, die von dieser Frau ausging. ’Die friert sich den Arsch ab und lacht dabei!’ dachte er, während er ihre Bemühungen Tee zu kochen beobachtete. Dann rückte er die beiden Stühle in die nähe des Ofens. "So.. jetzt können wir auch endlich die klammen Sachen trocknen!" Beide zogen Ihre Jeans und Pullis aus und hängten sie über die Stuhllehnen. Sie standen sich nun in Unterwäsche gegenüber und plötzlich fing sie laut an zu lachen. "Tolle Hose hast du da an", sagte sie und musterte seinen Short. Auf dem einen Bein war ein Bild von Snoopy mit Sonnenbrille zu sehen und darunter stand in bunten Buchstaben "Cool!" "Hey! Keine Witze bitte" sagte Tom ernst. "Das ist ein Weihnachtsgeschenk von meiner Mutter!" "Klar. Und wie Mütter das immer tun, eine Nummer zu groß gekauft, weil sie durchweg glauben IHR Sohn hätte den Größten". Sie grinste hämisch. "Und deine Mutter hat wohl bis heute nicht bemerkt, daß dein Hintern auch nicht mehr so klein ist wie er mal war, was?"
Jetzt mussten sie so lachen, daß beide wild nach Luft schnappten.. denn sie hatte nur einen kleinen Tanga an, der ihren Hintern nur halbwegs bedeckte. Sie schaute ihn belustigt an und dachte 'Ganz schön Schlagfertig der Kleine!..und dabei sieht er auch noch so süß aus', ging auf ihn zu und strich ihm zärtlich über den kurzgeschorenen Kopf.
Dabei roch sie an ihm: „Ui..Du stinkst wie ein toter Otter! Hättest Du so in der Bar gerochen, hätte ich ’nen großen Bogen um Dich gemacht.“
„Nach Veilchen riechst auch Du nicht grad… hast du den Rattengeruch des Abbruchhauses angenommen? Ausserdem.. in der Bar war es so voll, Du hättest Dich zwangsläufig an mir vorbei drängeln müssen und wärst dann an meinem Blick hängengeblieben…“, feixten sie, „Ha,..Blauauge, waschen, los! Vielleicht leuchten sie dann wieder!...Meine Klamotten stehen auch vor Dreck.“ Sie sahen sich in dem kleinen Raum um. Dort gab es eine Toilette, ein kleines Waschbecken und zu beider Verwunderung war da auch noch eine uralte Badewanne, die auf vier krummen Füßen stand. Ein echtes Vorkriegsmodell.
Während Tom versuchte den Heißwasser-Boiler in Gang zu setzen, (sie hatte da weniger Hoffnung, dass das klappte) sah sie sich nach brauchbaren Dingen um. Der Eindruck, die Hütte sei schon einige Zeit unbewohnt und deswegen, aber auch wegen seiner Lage, nicht an die öffentliche Energieversorgung angeschlossen, war recht offensichtlich. Aber dann fiel ihr ein, dass es vielleicht einen Generator gab. Das sagte sie auch zu Tom >>>[Schlaufrau!, dachte er. Hätte ich auch selber drauf kommen können. ] und beide gingen, nur die dicken Jacken übergeworfen, hinaus in den Schuppen. Und tatsächlich stand dort ein recht verstaubtes Gerät. Nur Benzin war nicht mehr vorhanden. Pat fiel wieder der Benzinkanister im Auto ein…
„Äh, ich hab ja noch einen Reservekanister im Kofferraum, Tom..!“
„Ach?...Wieso hast Du das denn nicht schon gestern gesagt, da hätte ich mir nicht soviel Gedanken um eine Tankstelle gemacht.“ „Tja, Tom…, ich wollte , daß d a s h i e r passiert…!", entgegnete sie.
Er lachte auf, „Und…an Tabak hast Du dabei nicht zufällig gedacht, wie?“
Sie holte den Sprit aus dem Wagen und füllte, mit Hilfe eines Trichters, den Inhalt in den Generator. „Warte, nicht alles! Wir wissen ja nicht, ob das Dingen überhaupt noch funktioniert, und wer weiß, ob wir nicht noch etwas für den Weg zur nächsten Tanke brauchen…!“
Doch die Sorge war unbegründet, nach einigen Startversuchen knatterte spotzend der Generator los, als wenn er erst Tags zuvor benutzt worden wäre. Eine Wolke stieg auf und verbreitete Benzingeruch im Schuppen.
Sie ließen die Tür des Schuppens der Abgase wegen angelehnt, und gingen zurück. Dort startete Tom den Heißwasser-Boiler. Der brauchte fast eine Stunde bis er die 60l Wasser erhitzt hatte, die für die Badewanne kaum ausreichten. Pat fand in einer kleinen Abstellkammer einen großen Krug, und zwei andere kleinere Behältnisse, die sie ebenfalls mit Wasser füllte und auf den Ofen stellte. „Besser lauwarm als gar nicht baden! Wir gehen einfach zusammen in die Wanne, dann brauchen wir weniger Wasser und es ist wärmer!“, schlug sie vor. Dieser Gedanke hatte natürlich nicht nur einen praktischen Hintergrund... Tom grinste.
Die Raumtemperatur war mittlerweile erträglich und das erwärmte Wasser reichte tatsächlich um die Wanne 3/4 zu füllen. Noch ein bischen von Pat's Duschzeug hinein..(auch aus dem Kofferraum.. eine wahre Fundgrube) ..und schon sah es aus wie ein Luxus-Schaumbad.
Dann stiegen beide hinein.. wobei sie noch etwas schüchtern jeder in eine andere Richtung schauten. Sobald sie aber beide im Schaum versanken entspannten sie sich. Das warme Wasser liess beiden die Röte ins Gesicht steigen. Endlich hörte das frösteln auf. "Toll! Das war nötig!" Eine ganze Zeit lang lagen sie nur stumm und mit geschlossenen Augen in der Wanne, jeder hing seinen Gedanken nach und genoss die wohlige Wärme, wobei sie sich gezwungenermassen immer wieder berührten, was aber beide als sehr angenehm und normal empfanden. Eine leichte Müdigkeit machte sich breit und die Haut an Fingern und Füssen fing an sich in unschöne Dellen zu legen. "Bevor ich mich hier ganz auflöse mach ich uns mal lieber den Tee fertig" sagte sie und stieg aus der Wanne. "Du solltest da auch nicht mehr so lange rumliegen.. sonst setzt sich der ganze Dreck wieder an dir ab" und sie deutete auf das mittlerweile schon ziemlich dreckige Badewasser. Sie schlüpfte wieder in Ihre Unterwäsche und ging hinüber um nach dem Tee zu sehen. Der war mittlerweile kochend heiß und verströmte ein angenehmes Aroma im Raum.
Sie machten es sich auf dem Bett gemütlich..der Tee dampfte heiß aus den Plastikbechern. "So.. jetzt lass mal deinen Rücken anschauen" sagte Tom. Sie drehte sich auf den Bauch und er schob langsam ihr Hemd nach oben. Über dem Steißbein war ein riesiger blauer Fleck zu sehen, der an manchen Stellen ziemlich blutunterlaufen war. "Ui..da entwickelt sich aber was Großes!" bemerkte er. Sie musste wieder kichern. "Wie meinst du das jetzt?" fragte sie zweideutig. "Nicht so wie du glaubst!" entgegnete er und fuhr langsam mit der Hand über den Fleck. "Au! etwas sanfter bitte!"..
Er öffnete die Flasche mit dem Öl, die er hatte mitgehen lassen, verieb es zwischen seinen Händen und fing langsam an ihren Rücken zu massieren...
Irgendwie war es schon komisch. Die ganze Zeit lag so etwas in der Luft zwischen ihnen und nun war es das erste mal, daß sie sich körperlich so nahe kamen. Beiden ging ein Schauer über die Haut. Das war alles andere als unangenehm! "Das kannst du aber gut".. hauchte sie und räkelte sich etwas unter seinen Händen, die mit sanftem Druck über ihren Rücken glitten. Als er Ihre Schultern erreichte, beugte er sich hinunter zu ihr und knabberte leicht an ihrem Nacken. "Das wollte ich die ganze Zeit schon!" flüsterte er in ihr Ohr. Langsam wanderten seine Lippen zum Ohr, von dort den Hals hintunter, bis er wieder an ihrem Nacken knabberte. Ihre Gänsehaut war nun nicht mehr zu übersehen. Der Druck seiner Hände wurde etwas fester.. nun glitt er langsam den Rücken hinunter zu ihrem Steißbein... und ließ die Bewegung über ihren Hintern auslaufen. Dabei schob er das Laken immer weiter hinunter, bis sie ganz nackt vor ihm lag.
[...]
[...]
Sie zog das Laken über ihre Brüste. „Sag mal, wieso mussten wir eigentlich vor den Bullen abhauen? Bist Du ein Krimineller? Hast Du irgendwelche harten oder zu viele weiche Drogen dabei gehabt? Bist Du ’n Dealer? Oder sogar ein M ö r d e r?...Ne, warte, sag nix, ich weiß, du bist Bigamist! Ein Heiratsschwindler!!“
‚Die hat ja Ideen’,….dachte er, „Willst Du das ehrlich wissen?“
Sie drängelte, „Ja, und mach’s nicht so spannend.“
„Naja,...Bigamie...das mit den Kindern.…mehr als vier kann ich einfach nicht ernähren…und meine drei Frauen haben mir echt die Hölle heiß gemacht…..!“
„Verarsch mich nicht!“, grinste sie, „…sonst muss ich auch noch mit der Wahrheit rausrücken, ..daß ich ein hochbezahltes Callgirl bin und du nun leider dein nicht vorhandenes Vermögen verpoppt hast!“
„Also, ehrlich…? Na gut, …….ich..hatte rein g a r n i c h t s dabei! Mal abgesehen vom Filmdöschen! Deswegen machen die Bullen aber keinen Stress in Berlin….“
„Ja, aber…wieso mussten wir dann flüchten?“, sah sie ihn etwas verdattert an. Er nahm einen Schluck Tee und antwortete: „Ich… wollte auch mit Dir d a s h i e r erleben.“
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storytellers - 19. Jan, 13:00